Digitale FeaturesLightshipJanina Fleckhaus
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Hose Boo Pala Jacke Angel Chen Kleid Moon Lee @ Young British Designers Schuhe Angel Chen 
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Kleid Moon Lee @ Young British Designers
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Kleid Moon Lee @ Young British Designers
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Hose Boo Pala Jacke Angel Chen Kleid Moon Lee @ Young British Designers Schuhe Angel Chen 
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Mantel Elvhem Kleid Tugcan Dokmen Gürteltasche Doriane Van Overeem Triangle-Tasche Underage Mini-TaschenGolan Taub Schuhe Kinga Kasinska
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Top Catherine Denniss Kleid Fun Affair Socken Arela Tasche Doriane Van Overeem Schuhe Redwing
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Shirt Vinti Andrews Top Tugcan Dokmen Rock Car2ie Schuhe Angel Chen 
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Shirt Vinti Andrews Top Tugcan Dokmen Rock Car2ie
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Schal Louis Gabriel Nouchi Hose Ignacia Zordan Kleid Natalie Coste Schuhe Angel Chen
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Shirt Faustine Steinmetz @ Young British Designers Top Angel Chen Hose Vinti Andrews Rock Tugcan Dokmen Schuhe Angel Chen
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Shirt Faustine Steinmetz @ Young British Designers Top Angel Chen Hose Vinti Andrews Rock Tugcan Dokmen Schuhe Angel Chen
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Shirt & Hose Faustine Steinmetz @ Young British Designers Gürteltasche Doriane Van Overeem
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Shirt Faustine Steinmetz @ Young British Designers
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Lightship · Janina Fleckhaus 1 / 1
Interview

INTERVIEW

Janina Fleckhaus

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FOTOGRAFIE Janina Fleckhaus STYLING Gabriella Stival MAKE-UP Billie Mckenzie HAARE Akiko Kawasaki SET DESIGN Nuha Mekki MODEL Eleanor KAMERA Leica SL mit Vario-Elmarit-SL 1:2.8-4/24-90 ASPH.

„Lightship 93“, das alte rote Leuchtschiff in London, diente schon öfters als Quell der Inspiration für Janina Fleckhaus. In der jetzt entstandenen Geschichte spielt ihre fantasievoll-nostalgische Seite mit ihrer eher temperamentvollen.
Mit lässig-coolen Sylings von Gabriella Stival präsentiert sich „Lightship“ dabei wild und narrativ gekonnt.


Für das neue S-Magazin-Editorial hast du dir eine besondere Location in London ausgesucht. Was hat es mit ihr auf sich?
Zu der Location habe ich tatsächlich eine ganz besondere Beziehung. Die Eigentümer habe ich vor zwei Jahren kennengelernt, kurz nachdem ich nach London gezogen bin. Sie haben mir die Schlüssel zu dem Schiff gegeben, und wann immer die beiden nicht in London sind und die Location für andere Fotoproduktionen gebucht wird, schaue ich darauf. Die erste Idee zu diesem Shooting ist also schon knapp zwei Jahre alt.

Worum geht es in „Lightship“?
„Moonrise Kingdom“. Wes Anderson war meine erste Assoziation mit dem Schiff. Das Schiff ist der perfekte Ort für ein Abenteuer. Wenn man auf einem Schiff unterwegs ist, ist man irgendwie zwischen zwei Welten. Alles ist sehr traumähnlich, und man fantasiert über den Zielort.
Der Titel hat ebenfalls eine doppelte Bedeutung. „Lightship 93“ ist der Name des Schiffs. Der Titel lag also schon mal auf der Hand. Zudem ist uns am Ende des Shooting-Tags auch noch die Sicherung herausgesprungen, wodurch wir mehrere Stunden bei Kerzenlicht festsaßen. Licht hatten wir also eine ganze Zeit lang nicht, aber dafür noch ein richtiges Abenteuer.

Was war das Spezielle am Styling?
Meine Stylistin Gabi schafft es jedes Mal, ganz wundervolle Looks zusammenzustellen. Jeder Look ist auf die einzelnen Locations abgestimmt, um der Geschichte Leben einzuhauchen. Am Set entscheidet unser Bauchgefühl, was am besten passen wird. Wir sind uns am Set immer ganz schnell einig, was wir wie fotografieren wollen. Gabis coole Art und mein romantisches Wesen ergänzen sich perfekt. Gabi sagt selber über unsere Zusammenarbeit: „It flows with our feelings rather than trying too hard to be specific. It is wild and free.“

Deine Fotografie wirkt auf Betrachter oft nostalgisch, melancholisch. Siehst du das auch so?
Ich bin tatsächlich ein sehr melancholischer und nostalgischer Mensch. Ich höre sehr gern klassische Musik und schaue Filme, die zu anderen Zeiten spielen. Oft sehne ich mich an andere Orte. Mein Charakter spiegelt sich also immer wieder in meinen Arbeiten wider. Ich liebe es aber auch, mit Leuten zusammenzuarbeiten, die genau das Gegenteil von mir sind, um nicht in einem kitschigen Nostalgiefilm zu landen.

Deine Protagonistinnen wirken oft natürlich und mädchenhaft. Ist das der Typ, den du bevorzugst?
In Eleanor habe ich mich zum Beispiel sofort verliebt, weil sie mich an die Prinzessin aus der „Unendlichen Geschichte“ erinnert. Ein Klassiker, den ich als Kind geliebt habe! In diesem Fall eine persönliche Assoziation, aber generell schaue ich immer nach Mädchen, die das besondere Etwas haben. Das kann ihr Look sein oder ein cooler Charakter, den man in Fotos erkennen kann.

Welche Kamera hast du für das Shooting benutzt?
Ich habe das erste Mal mit der Leica SL fotografiert.

Du hast schon mit der S und nun also auch mit der SL gearbeitet? Wie würdest du sie gegeneinander abgrenzen?
Ich war von der SL ganz schnell begeistert. Ich bin ja eh ein Fan von spiegellosen Kamerasystemen. Die Leichtigkeit ist da definitiv ein Pluspunkt. Super fand ich auch, dass man den Fokuspunkt am Touchscreen direkt setzen kann. Ich kann mir also sicher sein, dass der Fokus genau da liegt, wo ich ihn haben möchte. Mit den wenigen Fokuspunkten bei der S hatte ich doch schon öfter zu kämpfen. Auch das Gewicht der S ist am Ende eines Shooting-Tags nicht zu unterschätzen. Ich mag die Ergebnisse beider Systeme sehr, würde aber aufgrund der Handhabung die SL für mich vorziehen.

Du hast diesmal ein Video zur Story gemacht. War das dein erster Film?
Ich habe während meines Studiums schon einmal einen Film gedreht. Der war aber ohne Menschen, eine Art filmisches Gedicht und sehr konzeptionell. Daher war das diesmal doch komplettes Neuland für mich. Ich hatte aber mit Michael Kinsella-Perks einen ganz tollen DOP, der mich da ganz fantastisch unterstützt hat. Der Arbeitsablauf ist noch mal ganz anders als in der Fotografie und viel komplexer. Während man als Fotografin noch gut als One-Woman-Show arbeiten kann, sind die Rollen im Film doch viel verteilter, was ich super finde. Ich muss sagen, ich bin echt sehr angetan und plane schon das nächste kleine Filmprojekt.