Digitale FeaturesRun the DuneMichael Philipp Bader
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Run the Dune · Michael Philipp Bader 1 / 1
Interview

INTERVIEW

Michael Philipp Bader

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FOTOGRAFIE Michael Philipp Bader STYLING Alessandro Romualdi @ Bigoudi HAARE & MAKE-UP Alexandra Merk @ Close up MODELS Suri North @ Spin Models & Iréne Amuquandoh @ Place Models FOTOASSISTANZ Peter Bauer KAMERA Leica S mit Summarit-S 1:2,5/35mm Asph., Summarit-S 1:2,5/70mm Asph., Apo-Macro-Summarit-S 1:2,5/120mm Asph.

Für „Run the Dune“ fand der deutsche Fotograf Michael Philipp Bader in Dänemark seine perfekte Location.  Die Models Iréne Amuquandoh und Suri North wählte er gezielt wegen ihrer kontrastierenden Hauttypen. Es entstand ein interessanter Mix aus Sport- Mode- und Portätfotografie.

S Magazin: Du bist ausgebildeter Diplom-Designer. Wie kommt es, dass du jetzt als Fotograf arbeitest, und hat deine Design-Ausbildung Einfluss auf deine Vorgehensweise?
Michael Philipp Bader: Ich habe in Dortmund das Diplom in Design mit dem Schwerpunkt Fotografie gemacht. Gerade das konzeptionelle Arbeiten, das uns im Studium von den Professoren und Dozenten immer wieder abverlangt wurde, erarbeite ich mir auch heute für meine fotografische Arbeit

Du beschäftigst dich intensiv mit dem Thema Sport. Warum diese Präferenz sportiver Themen, und gibt es noch andere Sujets, die dich interessieren?
Zur Fotografie bin ich letztlich durch den Sport gekommen. Als Jugendlicher habe ich schon europaweit die Stimmung in Stadien und Fußballfans fotografiert. Im Studium habe ich aufwendige Bühneninszenierungen für Mode-Editorials umgesetzt. Nach dem Studium habe ich das Interesse an der Sportfotografie wiedergefunden. Der fotografische Blick von der reinen Modefotografie her hilft mir heute, neue und andere Momente in der Sportfotografie zu inszenieren. Jedoch bin ich nicht rein auf die Sportfotografie festgelegt, sondern arbeite auch als Porträtfotograf.

Die „Run the Dune“-Strecke wurde in Dänemark in den Dünen umgesetzt. Erarbeitest du für so etwas vorher ein festes Konzept, oder lässt du dich eher spontan von den Umständen leiten?
Die Vorarbeit für freie Strecken ist für mich enorm wichtig. Gerade die Auseinandersetzung mit der Location und die Verknüpfung mit den Modellen beziehungsweise Sportlern sind für mich wichtig. In diesem Zusammenhang arbeite ich auch häufig mit Bühnenbildnern und Grafikern oder Illustratoren zusammen. Hier ist vor allem der Austausch im Vorfeld sehr inspirierend. Der Zufall bei Fotoproduktionen spielt ebenfalls eine interessante Rolle. So entstehen oftmals Momente, die noch viel spannender sein können beziehungsweise die gerade das Interessante an der Fotografie sind.

Es gibt eine erkennbare Farbtonalität in „Run the Dune“.  Wie setzt du Farben ein?
Bei jeder neuen Strecke lasse ich mich ganz neu auf die Farbgebung ein. So entsteht für jede neue Strecke auch ein neues Farbkonzept.

Nach welchen Kriterien hast du für die Strecke für das S Magazin deine Models ausgesucht?
Hier wollte ich einen Kontrast zwischen den Modellen schaffen. Daher habe ich mich für zwei unterschiedliche Hauttypen bei den Modellen entschieden.

Abseits der kommerziellen Fotografie, wo sonst bist du fotografisch engagiert, was fotografierst du am liebsten?
Seit meinem Studium habe ich die Liebe zu meiner Fachkamera und dem original Polaroid-Material gefunden. Für gewisse Porträtstrecken setze ich dieses Equipment immer wieder gern ein. Es ist ein sehr statisches und langsames Arbeiten, was zusätzlich durch das abgelaufene Polaroid-Material zu positiven überraschenden Ergebnissen führt.

Gibt es Einflüsse in der Fotografie, die sich in deiner Arbeit widerspiegeln? Gibt es Fotografen, die dich in besonderer Weise geprägt haben?
Die Fotokünstler der alten Generation, wie Paolo Roversi oder Sarah Moon sind eine große Inspirationsquelle. Ihre Kunst der zeitlosen Fotografie lässt ihre Bilder wie Gemälde aus einer nicht bekannten Zeit wirken. Aber auch Theater und Tanz sind für mich immer wieder Inspirationsquellen.

Welche Eigenschaften muss die Kamera haben, mit der du am liebsten fotografierst?
Unabhängig von ihren technischen Möglichkeiten muss ich Spaß mit der Kamera haben. Sie muss schnörkellos und gut verarbeitet sein.

Wo siehst du dich in zehn Jahren? Hast du ein Projekt, das du unbedingt umsetzen möchtest? In welche Richtung würdest du dich gern weiterentwickeln?
Momentan arbeite ich an einem Olympia-Projekt mit Olympia-Sportlern, das ich gern im nächsten Jahr ausstellen möchte.