Digitale FeaturesChromaticityArved Colvin-Smith
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Chromaticity · Arved Colvin-Smith 1 / 1
Interview

INTERVIEW

Arved Colvin-Smith

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© Shaun Bransgrove

FOTOGRAFIE Arved Covin-Smith MAKE-UP Andrew Gallimore @ CLM Hair & Make-up mit Produkten von NARS Cosmetics HARRE Mark Fancome Painter @ CLM Hair & Make-up mit Produkten von EVO MANIKÜRE Robbin Tomkins 2 Premier Hair and Make-Up mit Produkten von OPI Nail Lacquer PHOTO-ASSISTENZ Daniel Cope MAKE-UP-ASSISTENZ Guy Common MODEL Wen @ IMG KAMERA Leica S (Typ 007) mit APO-Macro-Summarit-S 1:2.5/120 (CS)

„Chromaticity“ ist eine Beauty-Strecke von Arved Colvin-Smith, die mit chromatischen Variationen zu begeistern weiß. Der Make-up-Künstler Andrew Gallimore kreierte die Farbwelt, die von technischen Fehlern beschädigter RGB-Dateien inspiriert wurde.

Als Beauty-Fotograf bist du auf die Arbeit von Make-up-Künstlern angewiesen. Wie entsteht eine Kooperation, die zu einem erfolgreichen Ergebnis führt?
Ich sehe jedes Projekt als ein gemeinsames Unterfangen. Ein Teammitglied kann jederzeit mit einer Idee zu mir kommen, um sie gemeinsam weiterzuentwickeln. Ich nehme mir auch im Vorfeld immer viel Zeit dafür, mit allen Beteiligten zu kommunizieren und die verschiedenen Elemente des Shootings zu besprechen. Es ist wichtig, dass alles – vom Model bis zu den Haaren, dem Make-up, Nageldesign und Styling, vom Set-Design bis zur Beleuchtung – gut harmoniert. Es ist toll, wenn wir am Set ankommen und alle genau Bescheid wissen und bereits voller Ideen sind.

Ist Beauty-Fotografie herausfordernder als Modefotografie?
Nein.

Hast du genug freie Hand, wenn du im Auftrag arbeitest, oder fühlst du dich eingeschränkt?
Ich empfinde Auftragsarbeiten nicht unbedingt als einschränkend – eigentlich mag ich es, nach einer Vorgabe zu arbeiten. Es ist oft einfacher, und meistens habe ich noch genügend Freiraum, um etwas Ungewöhnliches und Aufregendes probieren zu können. Vollkommene Freiheit zu haben kann ja auch ein wenig einschüchternd sein; aber sobald eine Idee feststeht, macht es Spaß, sich mit ihr auseinanderzusetzen und zu sehen, was man daraus machen kann.

Für das S Magazin hast mit dem renommierten Make-up-Künstler Andrew Gallimore zusammengearbeitet. Was magst du besonders an ihm?
Andrew ist ein großartiger Make-up-Künstler, und es ist eine reine Freude, mit ihm zu arbeiten. Er ist ungemein kreativ – man kann ihm den Funken einer Idee vorlegen, und er entwickelt daraus gleich Dutzende tolle Konzepte. Es ist jedes Mal eine wunderbare Kollaboration.

Welche Idee steht hinter der „Chromaticity“?
Andrew und ich setzten uns zusammen und spielten mit einigen unterschiedlichen Ideen. Dabei fanden wir beide besonderen Gefallen an ein paar verzerrten RGB-Farbfotos, die dann zur Grundlage dieses Shootings wurden. Ich denke, es geht um diese Gegensätzlichkeit: Der Bildfehler wird plötzlich zum wichtigsten Bildelement.

Du fotografierst schon seit einigen Jahren. Hat sich dein Stil in dieser Zeit verändert? Wie betrachtest du selbst deine Entwicklung?
Meine Bildsprache hat sich definitiv weiterentwickelt. Ich liebe es, zu experimentieren und Neues auszuprobieren. Manchmal gelingen diese Versuche, manchmal auch nicht – aber ich habe immer Spaß daran, herauszufinden, was funktioniert. Meine Arbeit spiegelt auch unweigerlich Dinge wider, die mich gerade besonders faszinieren – schon allein dadurch wird sie sich immer wieder verändern.

Du begleitest deine Shootings oft auch durch Videos. Ist das eine Ergänzung deiner Fotografie, oder gibt es andere Gründe?
Ich liebe es, eine Art Video-Teaser für meine Fotoprojekte zu produzieren – so ähnlich wie einen Trailer für einen Film. Die Reaktionen darauf sind sehr positiv, und viele Leute wollen sich aufgrund der Videoclips dann auch die jeweilige Fotostrecke ansehen. Gleichzeitig arbeite ich momentan an ein paar reinen Videoprojekten – ich halte euch auf dem Laufenden!

Für dein Video zu „Chromaticity“ hast du erstmals die Leica SL benutzt? War es eine andere Erfahrung, als mit dem Mittelformat der Leica S zu arbeiten?
Wir haben die SL an einem Rig befestigt und sie ausschließlich als Videokamera eingesetzt, und das hat wunderbar funktioniert.

Weshalb war die S für die Porträts und generell für die Strecke die bessere Wahl?
Ich habe schon so extensiv mit der S gearbeitet, dass sie mir sehr vertraut ist, und das ist mir sehr wichtig. Wenn ich mich mit einer Kamera wohlfühle, dann ist es fast so, als wäre sie nicht da – und ich kann mich auf das konzentrieren, was vor meinem Auge geschieht.